Was macht ein Sales Manager im Außendienst?
Er gewinnt für einen Versicherer neues Geschäft in einem festen Gebiet und arbeitet dafür überwiegend außerhalb des Büros. Je nach Zuschnitt sind seine Ansprechpartner Gewerbe- und Firmenkunden, Kooperationspartner wie Banken, Autohäuser, Verbände oder Steuerberater, oder Vermittler, die für das Haus arbeiten. Der Ablauf ist immer ähnlich: Adressen qualifizieren, Termin vereinbaren, Bedarf und Risiko aufnehmen, mit dem Underwriting ein Angebot erarbeiten, Bedingungen und Preis verhandeln, abschließen und den Kunden an die Betreuung übergeben. Dazwischen liegt Arbeit am Schreibtisch, die zur Rolle gehört: Pflege des Vertriebssystems, Nachverfolgung offener Angebote, Planung der Woche, Meldung der erwarteten Abschlüsse. Messen, Netzwerkarbeit und Empfehlungen ergänzen die eigene Ansprache.
Wie wird man Sales Manager im Außendienst?
Verlangt werden meist eine kaufmännische Ausbildung oder ein Studium und Vertriebserfahrung, die nicht zwingend aus der Versicherungswirtschaft stammen muss; die Häuser stellen auch aus anderen Branchen ein und bilden fachlich nach. Wer Endkunden berät, weist die Sachkunde nach, üblich über die Prüfung zum Geprüften Versicherungsfachmann vor der Industrie- und Handelskammer, und wird über den Versicherer im Vermittlerregister geführt; die Erlaubnis nach § 34d GewO liegt beim Haus. Fachlich weiter tragen der Versicherungsfachwirt und Spartenlehrgänge, im Firmengeschäft besonders zur technischen Versicherung, zur Haftpflicht und zur betrieblichen Altersversorgung. Die Weiterbildungspflicht von fünfzehn Stunden im Kalenderjahr gilt dauerhaft.
Was der Beruf verlangt
Umgang mit Ablehnung, denn die meisten Ansprachen führen zu nichts, und die Zahlen sind trotzdem monatlich fällig. Dazu Selbstorganisation ohne tägliche Aufsicht, Bereitschaft zu Fahrten und Abendterminen und die Fähigkeit, ein Gespräch fachlich zu führen: Gewerbliche Kunden merken schnell, wenn nur ein Preis vorgetragen wird. Die Vergütung besteht aus einem Festgehalt und einem variablen Anteil, dazu kommt in der Regel ein Dienstwagen; die Zielvereinbarung ist der Rahmen des Jahres und wird quartalsweise besprochen. Wer den Abschluss über die Passung stellt, erzeugt Storno, und Storno wird sichtbar und wirkt auf die eigene Abrechnung zurück.
Aussichten
Im Gewerbe- und Firmengeschäft bleibt der persönliche Vertrieb tragend, weil Risiken erklärt und Deckungen verhandelt werden müssen. Kooperationsvertriebe gewinnen an Gewicht, ebenso der Weg über Vermittler und Pools. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Dokumentation des Beratungswegs. Erfahrene Außendienstmitarbeiter sind knapp, der Wechsel zwischen Häusern ist üblich und meist mit einem Sprung verbunden. Wege führen in die Vertriebsleitung, in die Geschäftsstellenleitung, in die Betreuung von Schlüsselkunden, in den Maklervertrieb oder in die Selbstständigkeit als Agenturpartner.