IT Service Continuity Manager
IT Service Continuity Manager planen den Wiederanlauf der IT eines Versicherers nach Ausfällen, halten Notfallkonzepte aktuell und weisen der Aufsicht nach, dass sie tragen.
- Offene Stellen
- 0
- Monatsbrutto
- 4.000 – 9.200 €
Cloud Engineer bei Versicherern bauen und betreiben die Zielplattform für Bestands-, Schaden- und Analysesysteme und setzen dabei die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Auslagerung und IT-Sicherheit um.
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| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.800 € | 4.300 € | 4.900 € | 51.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 4.800 € | 5.700 € | 6.900 € | 68.400 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 6.300 € | 7.500 € | 9.500 € | 90.000 € |
IT-Stellen der Versicherer werden häufig außertariflich besetzt; wo der Tarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe greift, liegen sie in den oberen Gehaltsgruppen. Ausschlaggebend sind belegbare Migrationserfahrung, Sicherheitswissen, Konzern gegen IT-Dienstleister und die Region. Rufbereitschaft und Wechseldienste werden gesondert vergütet, in Beratungshäusern kommt ein Anteil für Reisebereitschaft hinzu.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Haus zu Haus unterscheiden – im privaten Versicherungsgewerbe stehen sie im Tarifvertrag, bei den gesetzlichen Kassen im TVöD.
Die Rolle baut und betreibt die Plattform, auf der die Anwendungen eines Versicherers laufen sollen, und sie tut das in einer Landschaft, in der der alte Bestand nicht verschwindet. Aufgesetzt werden abgesicherte Grundbereiche mit Netzsegmentierung, Identitäts- und Rechteverwaltung, Protokollierung und Verschlüsselung, dazu die Automatisierung über Infrastruktur als Code, Containerplattformen und Bereitstellungsstrecken. Der zweite Schwerpunkt ist die Anbindung des Bestehenden: Bestandsführungssysteme auf Großrechnern, Schaden- und Inkassoanwendungen, Partnerdatenhaltung und Archive, die über Schnittstellen, Datenreplikation und hybride Netzwege erreichbar bleiben müssen, weil Verträge mit jahrzehntelanger Laufzeit dort geführt werden. Ein dritter Teil ist die Migration selbst: Anwendungen bewerten, Reihenfolge festlegen, Ausfallzeiten planen, Rückwege vorhalten. Aufsichtsrecht ist dabei kein Anhang, sondern Entwurfsgrundlage. Der Betrieb bei einem Anbieter ist eine Ausgliederung im Sinne des § 32 VAG mit Anforderungen an Vertrag, Prüf- und Informationsrechte, Weiterverlagerung, Notfallkonzept und Ausstiegsstrategie; die Erwartungen der Aufsicht an Steuerung, Berechtigungen, Änderungsverfahren und Auslagerungsüberwachung sind im Rundschreiben zu den versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT beschrieben und in der Plattform nachweisbar umzusetzen. Weil Gesundheits- und Schadendaten verarbeitet werden, gelten für Speicherort, Verschlüsselung, Schlüsselhoheit, Pseudonymisierung und Löschung strengere Maßstäbe als für gewöhnliche Unternehmensdaten.
Über einen technischen Abschluss und Betriebspraxis. Üblich sind ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik, ein duales Studium bei einem Versicherer oder die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Spezialisierung. Verlangt werden Linux, Netzwerk- und Sicherheitsgrundlagen, Erfahrung mit einem oder mehreren Plattformanbietern, Containerorchestrierung, Automatisierungswerkzeuge und Erfahrung mit Überwachung und Störungsbehebung. Zertifizierungen der Anbieter sind verbreitet und öffnen Türen, ausschlaggebend bleiben belegbare Projekte, insbesondere Migrationen aus einem Rechenzentrumsbetrieb. Die Fachlichkeit der Assekuranz wird im Haus erworben; wer aus dem Versicherungsbetrieb kommt und sich technisch weiterbildet, geht denselben Weg umgekehrt.
Geduld mit Regeln. Was technisch in Tagen möglich wäre, braucht in einem Versicherungsunternehmen Freigaben, Risikoanalysen, Abstimmung mit Informationssicherheit, Datenschutz, Auslagerungsbeauftragten und Revision, und der Nachweis der Umsetzung ist Teil der Arbeit. Verlangt wird zugleich Verständnis für gewachsene Systeme, die weder abgeschaltet noch beliebig verändert werden können. Der Betrieb bringt Rufbereitschaft und Störungen mit Wirkung auf Beitragseinzug, Schadenzahlung und Kundenportale. Kostensteuerung gehört dazu, weil verbrauchsabhängige Abrechnung ohne Steuerung schnell teuer wird. Und es braucht die Fähigkeit, technische Sachverhalte für Prüfer und Fachbereich verständlich zu beschreiben.
Die Nachfrage ist hoch und bleibt es, weil die Häuser mitten in der Umstellung stehen und gleichzeitig steigende Anforderungen an digitale Betriebsstabilität erfüllen müssen. Wer Migration aus Rechenzentrums- und Großrechnerbetrieb belegen kann, hat spürbaren Verhandlungsspielraum, ebenso wer Sicherheit und Aufsichtsrecht sicher beherrscht. Wege führen in die Plattform- oder Sicherheitsarchitektur, in die Leitung eines Plattformteams, in das Auslagerungs- und Informationsrisikomanagement oder in die Beratung. Ein Teil der Stellen liegt bei den IT-Dienstleistern der Versicherungsgruppen, was denselben Markt mit anderer Vertragsform bedeutet.
Üblich ist ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik, ein duales Studium bei einem Versicherer oder die dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration mit anschließender Spezialisierung im Betrieb. Die Plattformkenntnis entsteht in Projekten, ergänzt um Zertifizierungen der Anbieter und um Schulungen zu Informationssicherheit. Die versicherungsspezifischen Teile, also Auslagerungsrecht, aufsichtliche IT-Anforderungen und der Umgang mit Gesundheits- und Schadendaten, werden im Haus erworben und durch interne Schulungen der Compliance- und Sicherheitsbereiche vertieft.
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IT Service Continuity Manager planen den Wiederanlauf der IT eines Versicherers nach Ausfällen, halten Notfallkonzepte aktuell und weisen der Aufsicht nach, dass sie tragen.
System Architects entwerfen bei Versicherern die Struktur der Bestands-, Schaden- und Inkassosysteme und verantworten sie gegenüber den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die IT.
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