Agenturleiter Versicherung
Agenturleiter führen eine Versicherungsagentur mit eigenem Bestand und eigenen Mitarbeitern, meist als selbstständige Handelsvertreter eines Versicherers.
- Offene Stellen
- 0
- Monatsbrutto
- 3.500 – 12.000 €
Der Leiter einer Bezirksdirektion führt den Versicherungsvertrieb eines Gebiets: Agenturen und Außendienstmitarbeiter, Bestandsentwicklung, Neugeschäft und Nachwuchsgewinnung.
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| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 4.500 € | 5.200 € | 6.000 € | 62.400 € | |
| Mit Berufserfahrung | 6.000 € | 7.000 € | 8.500 € | 84.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 8.000 € | 9.500 € | 13.000 € | 114.000 € |
Entscheidend ist, ob die Direktion angestellt oder als Handelsvertretung nach § 84 HGB geführt wird: Angestellte erhalten einen außertariflichen Vertrag mit Zielbonus, Firmenwagen und betrieblicher Altersversorgung, Selbstständige leben von Superprovisionen auf das Gebietsergebnis, tragen Büro- und Personalkosten selbst und haften für Storni. Größe des Gebiets, Bestandsvolumen und Zielerreichung wirken stärker als jede tarifliche Einordnung.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Haus zu Haus unterscheiden – im privaten Versicherungsgewerbe stehen sie im Tarifvertrag, bei den gesetzlichen Kassen im TVöD.
Die Bezirksdirektion ist die regionale Vertriebseinheit eines Versicherers zwischen Zentrale und Agentur. Der Leiter dieser Einheit verantwortet das Geschäft eines Gebiets, das je nach Haus einen Landkreis oder ein halbes Bundesland umfasst, mit einem Netz aus Generalagenturen, Ausschließlichkeitsvertretern, angestellten Außendienstmitarbeitern und, je nach Vertriebsweg, angebundenen Maklern.
Die Aufgabe ist zu großen Teilen Führung. Er gewinnt Vertreter und Agenturnachfolger, wählt aus, führt ein, begleitet in Kundengesprächen und trennt sich von Partnern, die die Erwartungen dauerhaft nicht erfüllen. Dazu kommt die Steuerung über Zahlen: Neugeschäft nach Sparten, Bestandsentwicklung, Stornoquote, Schadenverlauf des Gebiets, Zielerreichung je Agentur. Auf dieser Grundlage werden Jahresgespräche geführt, Maßnahmen vereinbart und Wettbewerbe und Kampagnen der Zentrale umgesetzt. Ein dritter Block ist der Betrieb der Direktion selbst: Personal des Innendienstes, Räume, Budget, Schulungen, Zusammenarbeit mit Betrieb, Underwriting und Schaden, sowie die Vertretung des Hauses gegenüber Verbänden, Banken und Kooperationspartnern der Region.
Wesentlich für die Bewertung der Stelle ist ihre Rechtsform. Ein Teil der Häuser besetzt die Leitung mit angestellten Führungskräften, häufig außertariflich, mit Firmenwagen, Zielbonus und Altersversorgung. Andere Häuser vergeben sie an selbstständige Handelsvertreter nach § 84 HGB, die von Provisionen und Superprovisionen auf das Gebietsergebnis leben, Büro- und Personalkosten teils selbst tragen und für Vorsorge selbst sorgen. Am Ende eines Vertretervertrags kann ein Ausgleichsanspruch nach § 89b HGB entstehen; bei einer Direktionsleitung geht es dabei um erhebliche Beträge, und die Berechnung ist regelmäßig streitig.
Die Stelle wird nicht von außen besetzt, sondern aus dem Vertrieb heraus. Der übliche Weg beginnt mit der Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen oder einem betriebswirtschaftlichen Studium, führt über mehrere Jahre erfolgreiche Arbeit im Außendienst und danach über eine erste Führungsaufgabe als Bezirks-, Verkaufs- oder Organisationsleiter. Fachlich untermauert wird das durch den Versicherungsfachwirt, den Versicherungsbetriebswirt oder ein berufsbegleitendes Studium; hinzu kommen die Führungsprogramme des eigenen Hauses. Selbstständige Direktionsleiter benötigen die Erlaubnis nach § 34d GewO und die Eintragung im Vermittlerregister, angestellte arbeiten unter der Erlaubnis des Unternehmens. Die IDD-Weiterbildungspflicht von fünfzehn Stunden im Kalenderjahr gilt in beiden Fällen.
Die Stelle ist eine Ergebnisstelle. Das Gebiet wird an Zahlen gemessen, die Zielvorgaben steigen, und ein schwaches Jahr wird nicht durch fachliche Verdienste ausgeglichen. Ein Teil der Arbeit besteht darin, Druck weiterzugeben, ohne die Bindung zu den Partnern zu verlieren, und Trennungen auszusprechen. Reisetätigkeit im Gebiet, Abendveranstaltungen und Wochenendtermine sind Regel. Bei selbstständiger Ausgestaltung kommt das unternehmerische Risiko hinzu, einschließlich der Haftung für Storni im eigenen Gebiet.
Die Zahl der Direktionen sinkt, weil Häuser Gebiete zusammenlegen und Vertriebswege zentralisieren. Die verbleibenden Stellen werden größer und anspruchsvoller. Wege führen in die Vertriebsleitung einer Region, in die Zentrale oder in eine eigene große Agentur.
Der Weg führt über die Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen oder ein betriebswirtschaftliches Studium, mehrere Jahre erfolgreiche Arbeit im Außendienst und eine erste Führungsaufgabe im Vertrieb. Berufsbegleitend kommen der Versicherungsfachwirt (IHK) oder der Versicherungsbetriebswirt sowie die Führungsprogramme des eigenen Hauses hinzu; bis zur Übernahme einer Direktion vergehen üblicherweise acht bis fünfzehn Berufsjahre. Selbstständige Direktionsleiter benötigen die eigene Erlaubnis nach § 34d GewO samt Eintragung im Vermittlerregister.
Zu diesem Beruf steht gerade keine Anzeige im Bestand. Der Bestand wird täglich abgeglichen; die Suche zeigt auch verwandte Bezeichnungen.
Agenturleiter führen eine Versicherungsagentur mit eigenem Bestand und eigenen Mitarbeitern, meist als selbstständige Handelsvertreter eines Versicherers.
Firmenkundenberater Vorsorge beraten Unternehmen zur betrieblichen Altersversorgung und zu weiteren Personalabsicherungen, von der Entgeltumwandlung bis zur Gruppenversicherung.
Vertriebspartner im Versicherungsaußendienst arbeiten meist als selbstständige Handelsvertreter für einen Versicherer, betreuen einen eigenen Kundenbestand und leben von Provision.
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